Ein kleines Licht

Es war einmal ein kleiner Baumwollfaden, der hatte Angst, dass es nicht ausreicht, so, wie er war: „ Für ein Schiffstau bin ich viel zu schwach“, sagte er sich, „und für einen Pullover zu kurz. An andere anzuknüpfen, habe ich viel zu viele Hemmungen. Für eine Stickerei eigne ich mich auch nicht, dazu bin ich zu blass und farblos. Ja, wenn ich aus Lurex wäre, dann könnte ich eine Stola verzieren oder ein Kleid. Aber so?! Es reicht nicht! Was kann ich schon? Niemand braucht mich. Niemand mag mich – und ich mich selbst am wenigsten.“ So sprach der kleine Baumwollfaden, legte traurige Musik auf und fühlte ich ganz niedergeschlagen in seinem Selbstmitleid.

Währenddessen läuft draußen in der kalten Nacht ein Klümpchen Wachs in der beängstigenden Dunkelheit verzweifelt umher. „Für eine dicke Weihnachtskerze bin ich viel zu klein“, jammerte es. „Und wärmen kann ich kleines Ding alleine auch niemanden. Um Schmuck für eine tolle große Kerze zu sein, bin ich zu langweilig. Ach was soll ich denn nur tun, so alleine in der Dunkelheit?“ Da kommt das kleine Klümpchen Wachs am Häuschen des Baumwollfadens vorbei! Und da es so sehr fror und seine Angst so riesig war, klopfte es schüchtern an die Türe. Als es den niedergeschlagenen kleinen Baumwollfaden sah, kam ihm ein wunderschöner Gedanke. Eifrig sagte das Wachs: „Lass dich doch nicht so hängen, du Baumwollfaden. Ich hab‘ da so eine Idee! Wir beide tun uns zusammen. Für eine große Weihnachts-kerze bist du zwar als Docht zu kurz und ich habe dafür nicht genug Wachs, aber für ein Teelicht reicht es allemal. Es ist doch viel besser, ein kleines Licht anzuzünden, als immer nur über die Dunkelheit zu jammern!“ Ein kleines Lächeln huschte über das Gesicht des Baumwollfadens und er wurde plötzlich ganz glücklich. Er tat sich mit dem Klümpchen Wachs zusammen und sagte:“Nun hat mein Dasein doch einen Sinn.“

Wer weiß, vielleicht gibt es in der Welt
noch mehr kurze Baumwollfäden und
kleine Wachsklümpchen, die sich
zusammentun könnten, um der Welt
zu leuchten?!

Lebensjahre

„Es kommt nicht darauf an, dem Leben mehr Jahre zu geben, sondern den Jahren mehr Leben zu geben.“
Alexis Carrel

Erwartungen

„Es kommt nie und nimmer darauf an, was wir vom Leben zu erwarten haben, vielmehr lediglich darauf: was das Leben von uns erwartet.“
Viktor Frankl

Was erwartet das Leben von Ihnen?

Gefühle

„Gefühle sind wie störrische Pferde. Man muss die Zügel fest in der Hand halten.“

Gefühlsfunktion

Gefühle sind wie ein Wecker, erst wenn wir sie zur Kenntnis nehmen, stellen sie ihren Alarm ein.“

Gefühle haben Signalfunktion:
„Wenn wir ein Gefühl zulassen, es akzeptieren, es uns erlauben und dem Gefühl erst einmal Raum geben, dann hat das Gehirn die Chance, die Information, die in diesem Gefühl liegt, zu integrieren, und dann hat dieses Gefühl seine Signalfunktion erfüllt und kann gehemmt werden.“ Matthias Berking Psychologieprofessor und Emotionsforscher

Lebensveränderung durch die Kraft des Gedanken

Die Kraft des Gedanken ist unsichtbar wie der Same, aus dem ein riesiger Baum erwächst. Sie ist aber der Ursprung für die sichtbaren Veränderungen im Leben des Menschen.

Leo Tolstoi

Welcher Same liegt in Ihnen?

Achtsamkeit

„Achte auf Deine Gedanken, denn sie werden zu Worten. Achte auf Deine Worte, denn sie werden zu Handlungen. Achte auf Deine Handlungen, denn sie werden zu Gewohnheiten. Achte auf Deine Gewohnheiten, denn sie werden Dein Charakter. Achte auf Deinen Charakter, denn er wird Dein Schicksal.“

Aus dem Talmud

Zum Glück!

Schon der griechische Philosoph Aristoteles stellte fest, dass alle Menschen glücklich sein wollen. Was ist Glück? Für die Glücksforschung ist das Glück ein Zustand, subjektiv empfundenen persönlichen und gemeinschaftlichen Wohlbefindens. Glücklich ist der Mensch, der ohne Vorbehalte sagen kann: „Ich bin zufrieden mit meinem Leben! Es geht mir in alle Richtungen gut! Meine Bedürfnisse nach Leib, Seele und Geist sind gestillt oder lassen sich stillen. Ich bin in bester Ordnung mit mir selbst und meiner Umwelt!“

Die Amerikanische Psychologin Barbara Fredrickson arbeitet in ihrem Buch „Die Macht der guten Gefühle“ 10 Quellen des Glücks heraus:

  • Freude
  • Dankbarkeit
  • Heiterkeit
  • Interesse
  • Hoffnung
  • Stolz
  • Vergnügen
  • Inspiration
  • Ehrfurcht
  • Liebe

Wie sieht es mit Ihren Glücksquellen aus? Nähren Sie diese?